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Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 17:52 Uhr

Tag der Abrechnung TOP

Geschrieben von  Heiner
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Kartoffelernte 2011 Kartoffelernte 2011 n.n.

Was hat der Tag der Abrechnung mit Kartoffeln zu tun?

Wir haben es hundertmal gehört und gelesen: Das Weltfinanzsystem kann und wird in seiner jetzigen Form nicht überleben. Das System ertrinkt in Schulden. Der Tag der Abrechnung ist unausweichlich. Weil es so unwahrscheinlich klingt, meinen wir, der Tag liege in sehr ferner Zukunft.

Gerald Celente (Trend Research Institut / USA) sieht den Beginn des Unvermeidbaren in den ersten Monaten diesen Jahres. Noch wird das bedrohlich wankende Kartenhaus mühsam gestützt. Celente wörtlich: „[...] wenn dieser Schwindel vorbei ist – Boom! Dann kracht es zusammen, weil das weltweite Finanzsystem gerade kollabiert.“
Ein relativ kleines Ereignis kann die Lawine auslösen. Der wirkliche Black-Swan, der etwas später aufsteigt, wird die Derivate-Implosion sein. So sehen es neben vielen anderen wirklichen Kennern der Finanzmärkte Alf Field, Australien, Eric Sprott und John Embry /USA und Egon von Greyerz, Schweiz.
Laut Gerald Celente wird in den ersten drei Monaten 2012 mindestens eine Großbank Konkurs anmelden, das wird einen BankenRun auslösen und zu weiteren Bankenschließungen führen. Doch das finale Ereignis wird das Platzen der Derivate-Blase sein, betont Alf Field.
Im Juni 2011 hatte diese Blase ein Volumen von 707 Billionen Dollar (Quelle: Bank f. intern. Zahlungsausgleich, BIZ) – 12mal so viel wie das Gesamtvolumen der Weltwirtschaftsleistung. 78 Prozent der Derivate sind Zins-Verträge. Solche Derivate sind im Grunde gutartig. Sie werden zu Massenvernichtungswaffen (W. Buffet), sobald die Verträge in Anspruch genommen werden. Solange die Zinsen nahe Null gehalten werden, wie in den USA, besteht keine Gefahr.
Anders in Europa. 219 Billionen der Zins-Derivate sind in Euro denominiert. Sobald ein Kreditnehmer seine Verpflichtungen, oder gar die Zinsen nicht leisten kann (Griechenland, Italien, Spanien usw.), werden die Derivate fällig.
Wenn nur 10 % dieser Derivate – also ein Wert von rund 22 Billionen – ausfallen, dann steht das Bankensystem Europas (und in der Folge das Finanzsystem der Welt) vor seinem finalen Bankrott (Alf Field).

Celente rechnet mit diesem Ereignis Ende 2012/Anfang 2013.

Noch ist also Zeit zur Vorbereitung. denkbonus erinnert an ein paar wichtige Aspekte: Mit Regalen voller Lebensmittel, Waffen und Edelmetallen fühlen sich so manche Menschen gerüstet. Dabei übersehen sie, dass mentale Vorbereitung viel wichtiger ist, um die bevorstehenden Ereignisse halbwegs zu verkraften. Da braucht man Freunde, auf die man sich verlassen kann und die Erfahrung der älteren Generation. Viele alte Menschen haben in jungen Jahren eine solche Phase schon einmal gemeistert. Im Wissen dieser Menschen liegt ein riesiges Potential an Überlebenskenntnissen. Noch sind diese Menschen in unserer Konsumwelt bedauerlicherweise eine Last. Abgeschoben in Seniorenresidenzen dämmern sie ihrem Ende entgegen.
Sobald unser Essen nicht mehr aus dem Supermarkt kommt, die Steckdose für längere Zeit tot sein wird, werden wir auf den Rat dieser älteren Menschen dringend angewiesen sein. Sie haben in den Trümmerjahren erfahren, wie essentiell eine gute nachbarschaftliche Gemeinschaft ist, wie existentiell ein eigener Garten oder die Beziehung zu Menschen mit einem Garten sein kann, und wie notwendig Grundkenntnisse in Naturheilkunde sind. Rüsten wir uns in der verbleibenden Zeit. Fragen wir die Alten um Rat.

 

 

Zuletzt geändert am: Samstag, den 21. Januar 2012 um 17:07 Uhr

Top-Inhalte

  • Ganz Euro-Land bald Griechenland?
    Ganz Euro-Land bald Griechenland?

    Magdalena gibt der griechischen Krise ein Gesicht: "Fünf Euro, nur 5 Euro!", flüstert die junge Prostituierte, hohlwangig, mit zerzaustem Haar, als sie zu Boden sehend sich einem Freier nähert.
    Die Billig-Offerte ist inzwischen üblich in Athen. Die "Liebes-Honorare" haben sich dem schrumpfenden Einkommen der Kunden angepasst. Etwas teurer wird es nur, wenn die jungen Frauen größere Gesundheitsrisiken bei ungeschütztem Sex eingehen. Für das kleine Aufgeld nehmen sie in Kauf, Opfer von Gewalt und HIV-Infektion zu werden.

    Bei 55,3 Prozent Jugendarbeitslosigkeit ist eine weitere Bedrohung entstanden, das Kokain des armen Mannes: Crystal, kristallines Methamphetamin. Wer sich nicht einmal das leisten kann, für den gibt es schließlich Barbiturate, gestreckt mit Alkohol, Chlor und schlimmstenfalls Batteriesäure.

    Crystal wird zumeist geraucht, zunehmend aber auch intravenös gespritzt. Wegen der Zutaten ätzender Chemikalien findet sich eine steigende Zahl von Benutzern in den Notambulanzen der Krankenhäuser wieder. Gesundheits-Experten registrieren zudem einen alarmierenden Anstieg von HIV-Infektionen (über 50 Prozent im vergangenen Jahr gegenüber 2011).

    Was in Griechenland geschieht, könnte bald auch in Deutschland passieren.

    „Die verheerenden sozialen Folgen der Euro-Rettungspolitik lassen sich in den Kategorien von Arbeitslosigkeit und Sparprogrammen nicht annähernd mehr erfassen. In Griechenland verarmt und zerfällt die gesamte Gesellschaft unter der Krise. Die Selbstmordrate hat sich verdreifacht, die Gewalt krimineller Banden nimmt zu und rechtsradikale Parteien haben Zulauf“ (Christoph Braunschweig: „Wohlfahrtsstaat – leb wohl!“, Seite 22 ff.)

    Der Euro ist einer der vielen untauglichen Versuche, vermittels gemeinsamer Währung kulturelle Unterschiede von Staaten und Gesellschaften glatt zu bügeln. Als Stabilitätsunion wurde uns ein Konstrukt "Währungsunion" verkauft, das inzwischen über eine Schuldenunion zur Transferunion manipuliert wurde. Ein Gebilde, das nur noch durch die Übernahme von Haftungsrisiken notbeatmet wird – Haftungsrisiken, die letzten Endes die deutschen, niederländischen und finnischen Steuerzahler tragen werden.
    Kein Staat der Euro-Zone hat bislang seine Schuldenlast gesenkt. Jedes Unternehmen würde in solcher Lage sofort Ausgaben zurückfahren. Die Staaten machten munter weiter.

    „Die Erkenntnis, dass das Euro-Experiment gescheitert ist und abgebrochen werden sollte, liegt jenseits des Horizonts der politischen Klasse“ (Bruno Bandulet). Gewählte Volksvertreter und Regierung gehen monströse Verpflichtungen ein, ohne darüber nachzudenken, welche Lasten sie künftigen Generationen aufladen, ja, gestehen über den ESM einem Brüsseler Gouverneursrat das Recht auf unbegrenzten Zugriff auf die Steuergelder der Deutschen zu. Die Brüsseler Bürokraten dürfen im Ernstfall Deutschland in eine tiefe Verschuldung treiben, um andere Euro-Länder oder deren Banken zu retten.

    Der Schuldensozialismus muss zwangsläufig zu einer zentralistischen Diktatur mutieren. Aber das ist den Parlamentariern – mit wenigen Ausnahmen – bislang nicht aufgegangen. Im Glauben, noch könnten schmerzfreie Lösungen den Zusammenbruch des Euro-Systems verhindern, haben die Berliner Abgeordneten offenbar ihren Verstand in der Parlamentsgarderobe abgegeben – mit ihm den Wertekodex der Sozialen Marktwirtschaft. Stattdessen gilt das Geschäftsprinzip eines Kolonialwarenhändlers: Was geht wird gemacht, was nicht geht, verschwindet aus den Regalen - genau so lange bis sich der Wind dreht. Jegliches inhaltliche Führungskonzept ist obsolet; Taktik zum Machterhalt ist oberste Maxime. Da fragt schon kein Verantwortlicher mehr nach, wenn – nur um das Euro-Gebilde zusammen zu halten – den deutschen Steuerzahlern, die erst mit 67 in Rente gehen dürfen, noch mehr Schulden aufgeladen werden, damit sie den französischen Rentnern solidarisch beistehen, damit diese als 60-jährige bereits in den Ruhestand treten dürfen.

    In der hemmungslosen Schuldenorgie zu Lasten künftiger Generationen zeigt sich der Verlust von Anstand und Moral. Wohlstand auf Kosten anderer führt zu asozialem Verhalten. Die ganze Gesellschaft ist inzwischen Lichtjahre entfernt von der Erkenntnis, dass Mehrkonsum nur durch Mehrproduktion erreicht werden kann – nicht jedoch durch die Gelddruckmaschine. Aber wer hat noch den klaren Blick, um zu erkennen, dass das gegenwärtige Sozial-, Wirtschafts- und Finanzsystem notwendigerweise vor großen Umbrüchen steht?
    In der Endphase des absolut überschuldeten Wohlfahrtsstaates gilt allein das Motto: „Nach uns die Sintflut“? Lügen, flagrante Gesetzesbrüche, Verteilung von Milliarden an Lobbygruppen und Nützlinge staatlicher Institutionen (einschließlich der geduldeten Boni für die Banker, ohne deren Mithilfe Politiker ihre verdampfenden Haushalte nicht finanzieren könnten), Plünderung der Sparbücher kleiner Leute – alles gehört zum politischen Alltag und letztlich der Verlust jeder Glaubwürdigkeit der sogenannten Eliten. Das gesamte westliche Demokratiemodell könnte sich im Rauch ausbrechender Bürgerwut auflösen.

    Ursache aller Fehlentwicklungen ist die grundlegend falsche Konstruktion des Geldmonopols. Das staatlich kontrollierte ungedeckte Papiergeldsystem hat den fatalen Teufelskreis der Wahlgeschenk-Demokratie erst in Gang gesetzt – jetzt, da sich aus den Wahlversprechen unzählige Wähleransprüche entwickelt haben, steckt das System in der Schuldenfalle - zu allererst Deutschland! (Der angebliche Europrofit der deutschen Exporteure wurde in den vergangenen drei Jahren über einen verkappten Bundesbank-Kredit mit Namen TARGET2 finanziert. Die Schuldner, die dafür Maschinen, Autos und andere Industriegüter aus Deutschland bezogen haben, werden den geliehenen Betrag von inzwischen über 700 Milliarden Euro niemals zurückzahlen können. Bemerkenswert: Totz dieses Kredits von fasst einer Dreiviertel-Billion ist die deutsche Wirtschaft im 1. Quartal 2013 nur um 0,1 Prozent gewachsen. Langsamer geht´s nimmer!).

    Nur wenige Ökonomen legen den Finger in diese Wunde. Ihre Mehrzahl verteidigt mit den übrigen „Nutznießern“ des Systems den bestehenden katastrophalen Zustand, bei dem durch das schmarotzerhafte Zusammenspiel von Bankern und Politikern das System in seine exponentiell wachsende Schlussphase gesteuert wird. Wenn wir nicht aufpassen, mündet das alles in einer unerträglichen Diktatur, weil die Verzweiflung der Masse über das ausbrechende Geschehen nach einem starken Retter schreien wird.

    Seine Staatsverschuldung wird Deutschland niemals wieder abbauen können. Im Gegenteil: Mit jeder solidarischen Rettung wächst der desaströse Schuldenberg.

    Deutsche Wirtschaftsnachrichten merken an:
    Der jetzigen Regierung kommt zurzeit nur zugute, dass die Zinssätze für deutsche Staatsanleihen relativ niedrig sind. Doch ein nachhaltiger Abbau der immensen Staatsverschuldung ist einer neuen Studie zufolge nicht möglich. Ein Abbau der Staatsverschuldung wäre nur machbar, wenn beispielsweise der „Nominalzins auf lange Sicht unter dem BIP-Wachstum bleiben würde“, so die Studie. „Dies ist aber nicht der Fall.“ Nach 1974 sei das Wirtschaftswachstum in Deutschland immer niedriger gewesen als der Zinssatz, und zwar deutlich. Wir sitzen in der Schuldenfalle.

    An diese Alternativlosigkeit hat Frau Merkel sicher nicht gedacht, aber es könnte die Lösung werden, um das Schicksal deutscher "Magdalenas" und crystel-abhängiger Jugendlicher nicht ebenso zu besiegeln wie es gerade in Griechenland geschieht.

    Erst jetzt warnt Jens Weidmann, Präsident der Bundesbank in einer Rede vor dem Industrie- und Handelskammertag:
    EUROPA STEHT AM RANDE DES ABGRUNDS.

    Brandaktuell auf wallstreet-online, heute am 24.05.2013:

    Hong Kong Metal Exchange hat am 20. Mai 2013 jeglichen Gold- und Silberhandel eingestellt. (Funkstille darüber in den Medien)

    Verfasser der Meldung ist Dr. Eike Hamer, Herausgeber des Wirtschaftsinformationsbriefes „Wirtschaft aktuell“. Seit 1996 arbeitet Dr. Hamer im Mittelstandsinstitut Niedersachsen und ist dort seit 2004 Mitglied des Vorstands. Er ist zudem Vorstandsmitglied der Deutschen Mittelstandsstiftung e.V.

    "Vor zwei Jahren eröffnete Rothschild die HKMEx (Hong Kong Metal Exchange) über die Rohstoffe wie auch Gold und Silber gehandelt werden konnte. Seinerzeit schien es der Versuch zu sein, die steigende chinesische Nachfrage nach physischem Gold mit Hilfe von Derivaten (Lieferverpflichtungen auf Termin) abzufedern. Investoren sollten mit Lieferversprechen in Zukunft (Kontrakten) „vertröstet“ werden, um sie von sofortiger physischer Nachfrage abzuhalten. Dies war notwendig geworden, weil andernfalls die große Nachfrage an Gold und Silber preistreibend gewirkt und damit verspekulierte amerikanische Großbanken in Gefahr gebracht hätten.

    Am Freitag, den 17. Mai 2013 verkündete die HKMEx nach Handelsschluß, am Montag den 20. Mai 2013 würde sie schließen, müssten alle Kontrakte in bar abgewickelt werden und würde keine Lieferung von Gold mehr erfolgen. Dies kommt einem „Default“ (Lieferunfähigkeit) gleich. Der eigentliche Skandal im Zusammenhang mit diesem Börsenzusammenbruch ist aber, daß die „Mainstream Medien“ dies verschwiegen".

    'Dazu passend:
    Eilmeldung vom Querdenker:

    Aus gut unterrichteten Kreisen haben wir gerade die vertrauliche Nachricht erhalten, daß Bundestagsabgeordnete ihren Verwandten und Freunden geraten haben, ihre
    Bankguthaben und Festgeldanlagen spätestens bis zum Sommerbeginn (21. Juni) einer "sorgsamen Überprüfung zu unterziehen". Dies spricht sehr dafür, daß ‘demnächst in diesem Theater’ staatliche Eingriffe/Maßnahmen zu erwarten stehen.

    Der Hintergrund dieser Meldung könnte hier liegen:

    EU-Diplomat: Wichtige Entscheidungen zur Bankenunion im Juni:

    Der Eurogruppen-Koordinator Thomas Wieser sagt der Nachrichtenagentur AFP in Brüssel: Er erwarte im Juni Entscheidungen über Reihenfolge und Regeln zur Beteiligung von Aktionären, Gläubigern und Anlegern bei einer Bankeninsolvenz sowie zu den Bedingungen für eine direkte Rekapitalisierung von Banken durch den Euro-Rettungsfonds ESM. (Quelle hier)

    Die Veröffentlichung dieser Beschlüsse dürfte europaweite Bank-Runs auslösen.
    Die Politik wird dem mit Kapitalverkehrskontrollen zuvor kommen.


     

     

     

    Geschrieben am Freitag, den 24. Mai 2013 um 09:02 Uhr in einfach leben Gelesen 174 mal Weiter lesen...
  • Deutsche Fata Morgana
    Deutsche Fata Morgana

    Während Europa vom Euro verwüstet wird, Arbeitslosigkeit wütet, Staaten in Schulden versinken, Immobilienpreise verfallen, Produktionszweige einbrechen, öffentliche Leistungen gekürzt werden… leben die Deutschen in einer Wohlfühl-Oase, inmitten einer Wüste, die durch den Euro größer und größer wird.

    Mit der Realität hat diese Oase nichts zu tun.

    Deutschland hat schon Jahre vor Einführung des Euro sein erfolgreiches Konzept von Marktwirtschaft und Wettbewerb der Verschuldungspolitik geopfert. Aber erst mit Einführung des Euro sind die Schulden regelrecht explodiert – auch wenn diese teils noch als Bürgschaften und Hilfsversprechen ausgewiesen werden.

    Die deutschen Ersparnisse werden in absehbarer Frist in Anleihen südeuropäischer Länder regelrecht verdampfen, gemeinsam mit den Forderungen der Bundesbank, die über das Target-System zugleich Forderungen über die EZB gegen die maroden Zentralbanken der Südländer darstellen. Mit dem Target-System verschenkt Deutschland seine Einnahmen aus dem Außenhandel an die Krisenländer. Derzeit ein Geschenk von ca. 700 Milliarden Euro. Kein Wunder, wenn solche Geschenke jeden Reformansatz in den Krisenländern vergessen lassen.

    Über die wachsende EZB-Bilanz für die die BRD bekanntlich mit 27,7 % haftet, stehen die Deutschen mit mehr als 1 Billiarde Euro in der Kreide.
    Die reine deutsche Staatsverschuldung liegt inzwischen bei 2,4 Billionen Euro.

    Die Banken von Euroland haben 9,3 Billionen Euro Schulden in den Büchern (siehe DWN).
    Keine bundesrepublikanische Bank steckt nicht in diesem Schuldensumpf.

    Diese Schulden werden bei den Banken der Krisenländer mit jedem weiteren Rückgang der Wirtschaft, weiteren Unternehmens- und Privatinsolvenzen und Zahlungsausfällen bei Kreditnehmern drastisch steigen. (Nicht umsonst treffen die Finanzminister Vorsorge um strauchelnde Banken über die Beteiligung von Anteilseignern und Sparern zu retten).

    Zur Verhinderung panikartiger Kapitalflucht werden Kapitalverkehrskontrollen diskutiert.
    Die ab Sommer notwendige Rettung mehrerer Banken soll lt. EZB über den ESM geschehen. Grundkapital des ESM = 500 Milliarden.
    Schulden der Banken 9,3 Billionen, also 9300 Milliarden. Der ESM wird sehr schnell ausgeplündert sein. Dann heißt es nachschießen.
    Wer muss nachschießen? Die Pleiteländer? Oder die Bundesrepublik? Die Antwort ist klar. In der Folge wird die deutsche Verschuldung durch die Decke schießen.

    Noch will kein Staats- und Regierungschef in EuroLand das Wort vom Staatsbankrott in den Mund nehmen. Dagegen spricht man lieber von „Schuldentragfähigkeit“ und bricht ohne mit der Wimper zu zucken Verträge, die jeglichen Bail-out verbieten, ersetzt die Begrifflichkeit durch das sympathischere Wort „Solidarität“. Selbst das Bundesverfassungsgericht hat sich zu diesem offensichtlichen Rechtsbruch bislang nicht äußern wollen.

    Das schuldenfinanzierte Wohlfahrtsstaatsprinzip, eine ökonomisch irrsinnige Währungsunion und ein völlig fehlkonstruiertes Geldsystem haben nicht nur die Südländer in eine Krisenregion verwandelt, aus der diese vor einem endgültigen Zusammenbruch nicht herausfinden. Auch die Stimmung in der einst wirtschaftlich gesunden Bundesrepublik wird nur noch durch Politikerversprechen und Wähleranspruch ruhig gehalten. Doch die Wählerbestechungsdemokratie stößt längst an ihre Grenzen. Die Zentralbanken stehen bereits mit dem Rücken zur Wand:

    Es gebe bei den Zentralbanken mittlerweile einen „vorauseilenden Gehorsam“, warnt Jürgen Stark. Er spricht in diesem Zusammenhang von einer „fatalen Entwicklung“. Es sei zudem eine erhebliche Gefahr, dass die Zentralbanken ihre Macht stetig vergrößern wollen. (mehr bei DWN)

    Selbst Ökonomen verschweigen die schweren Störungen, deren Folgen Überschuldung, Spekulationsblasen, gefälschte Statistiken und Fehlinvestitionen sind. Der Euro hat keinen Wohlstand geschaffen und wird auch in Zukunft keinen Wohlstand schaffen. Die Kosten der Währungsunion sind zu hoch. Sollte der Euro noch eine Weile fortbestehen, werden wir entweder die Südländer mit gigantischen Summen alimentieren oder das deutsche Lebensniveau sinkt auf dasjenige des Mezzogiorno (Süditalien).
    Über den ESM haben die Brüsseler Eurokraten das Instrumentarium in der Hand.
    Sie können die Rettungssummen zu Lasten der Deutschen beliebig erhöhen, Bankenrettungen finanzieren und demnächst eine gemeinsame Bankensicherung für EuroLand beschließen.

    Die aufgelaufenen Staatsschulden wird Deutschland nie wieder abtragen können, wie eine aktuelle Studie zeigt. Selbst großes Wirtschafts-Wachstum kann hierbei nicht helfen. Die verlorene Unabhängigkeit der Zentralbank trägt ebenfalls dazu bei. (mehr bei DWN)

    Solange man Schulden mit Schulden bezahlen kann, bleiben Schulden ein Vermögenswert - damit wir diesen Glauben nicht verlieren, wird die Fata Morgana der heilen Finanzwelt am Leben gehalten.

    Sobald die Staatsverschuldung auch in Deutschland explodiert und die Deutsche Fata Morgana platzt, werden die Deutschen erleben, wie der Ruf nach einer rettenden Zentralgewalt in Brüssel immer lauter wird. Schon heute wird der Boden dafür bereitet. Soeben melden die DWN: Die EU plant Strafen für Parteien, deren Programme nicht die Werte der EU vertreten.

    Wer die Schrift an der Wand nicht sieht, ist wirklich blind.

     

     

     

    Geschrieben am Dienstag, den 21. Mai 2013 um 19:59 Uhr in einfach leben Gelesen 301 mal Weiter lesen...
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