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Sonntag, 15 April 2012 18:44

Wir werden alle Milliardäre! Empfehlung

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Geldregen (bearbeitet) Geldregen (bearbeitet) Bundesarchiv_Bild_102-12023,_Berlin,_Bankenkrach, Andrang bei der Sparkasse

Möchten Sie 1 Million Euro oder 10 Millionen Euro verdienen?

Nichts ist einfacher als das. Richten Sie ein Konto bei der EZB ein, verpflichten Sie sich verbindlich, Staatsanleihen von EURO-Land-Staaten zu kaufen und beantragen Sie einen Kredit in Höhe von 1 Milliarde oder auch gleich von 10 Milliarden.

Sicherheiten sind nicht weiter nötig (die bisher ausleihenden Banken haben sie auch nicht). Die Milliarde kostet sie jährlich 1 Prozent Zinsen. Für kleine Leute ein happiger Betrag, immerhin 10 Millionen Euro. Aber keine Angst. Sie kaufen für die Milliarde Staatsanleihen in Spanien oder in Portugal und bekommen je nach Laufzeit dafür 4 oder 5 Prozent Zinsen. Also 40 Millionen oder 50 Millionen Euro, falls Sie sich für einen Kredit in Höhe von 10 Milliarden entschlossen haben, erhöht sich die Zinsgutschrift um das 10-fache. Am Jahresende wird Ihnen der Betrag gut geschrieben. Bleibt also nach Abzug der Zinszahlung an die EZB unterm Streich ein Reibach von 30 bzw. 40 Millionen Euro (oder das 10-fache). Damit können Sie eine ganze Weile einigermaßen leben – obwohl natürlich auch andere auf den Trichter kommen könnten.

Plötzlich haben dann Millionen Menschen zwischen Finnland und Sizilien, der Bretagne, Bratislava und Athen ein millionenschweres Vermögen und gehen einkaufen. Alle wollen eine Villa, einen Jaguar oder Porsche Cayenne, jeden Tag Steaks und Austern und sonnen sich am Strand oder auf der Sonnenbank.

Ja, wär das Leben nicht schön? Wenn denn solche Papiere ihren Wert behalten würden!

Zunächst aber würde die Konjunktur einfach losflitzen, dass uns Hören und Sehen vergehen.

Wir könnten mit den überschüssigen Millionen natürlich auch an der Börse spielen, ins Casino gehen, Teakholz kaufen oder unzählige Bohrinseln finanzieren. Hei, wär das ein Spaß!

Die Staatskassen wären durch unsere locker vergebenen Staatsanleihen prall gefüllt. Arbeiten müsste im Prinzip niemand mehr. Wer sich an dem Millionenspiel nicht beteiligen möchte, für den werden Hartz IV oder Alg II vielfach aufgestockt.

Und dafür müssen nicht einmal die Steuern erhöht werden.
Der Staat kann so viel Staatsanleihen verkaufen, dass er auf Steuern eigentlich ganz verzichten kann.

Die EZB druckt das Geld fleißig weiter, damit sich noch mehr Zeitgenossen an dem Spiel beteiligen können. Das geht endlos so weiter. Am Ende schwirren uns Trillionen und Quadrillionen um die Ohren, was macht das schon.

Wir gewöhnen uns ganz sicher an solche Zahlen. Und eins ist sicher:
Wir werden auch ohne diesen Trick Milliardäre oder sogar Billionäre.

1922/23 lassen grüßen.

(Gedanken auf einen Bericht bei zerohedge)

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Und noch etwas ernsthaftes: Hier kann jeder an der Aktion STOP ESM! mitmachen.

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Und für alle diejenigen, die Grafiken richtig lesen können, hier zwei Bilder, die deutlicher nicht zeigen könnten, wohin der Hase läuft:
(Quelle: diapason)  -  Grafiken zum Vergrößern bitte anklicken.

Überdeutlich, wer hier wen finanziert. Die Bundesbank hat Forderungen gegenüber der EZB in Höhe von 615 Milliarden Euro (Target2).
Allein Italien und Spanien haben bei der EZB offene (unbezahlte) Rechnungen in Höhe von zusammen 400 Milliarden. Portugal, Griechenland, Frankreich kommen mit ihren unbezahlten Rechnung dazu.
Das wird endlos weitergehen, solange das Euro-System das Target2-Prinzip beibehält. Wer es aufkündigt, schickt die Schuldenländer in der selben Sekunde in die Pleite. Nicht zu vergessen, dass die EZB inzwischen mit fast 4 Billionen Euro(!) Pleiteländer und Pleitebanken stützt. Nicht zu vergessen auch, dass viele spanische, griechische u. portugiesische Firmen die Bezahlung ihrer Lieferanten auf den St. Nimmerleinstag verschieben.
Der Euro nutzt Deutschland? Aber Hallo!
Raus aus dem Euro-Sumpf, Frau Merkel!
Die unsäglichen Rücksichten auf Euro-Land und den Euro sind es, die dazu führen, dass die Integrität unserer Verfassungsorgane (Bundestag/Maulkorbvorhaben, Grundgesetzverletzung durch EFSF u. ESM)
und unsere vitalen nationalen mit Füßen getreten werden.

Wann steht Deutschland für Sie wieder oben auf der Agenda, Frau Bundeskanzlerin?

Gelesen 8706 mal Letzte Änderung am Dienstag, 17 April 2012 15:29
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