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einfach easy einfach leben Deutscher Staatsbankrott besiegelt
Freitag, den 22. Juli 2011 um 15:47 Uhr

Deutscher Staatsbankrott besiegelt TOP

Geschrieben von  Heiner
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(24 Bewertungen)
Halloween Halloween n.n.

Am 21. Juli 2011 wurde Deutschlands Staatsbankrott beschlossen. Die größte Katastrophe für Deutschland im 21. Jahrhundert ist jetzt auf der Agenda. Was wurde gestern angeblich gerettet? Etwa Griechenland? Der EURO?

Mit einem lauten Bäääng(!) ist Frau Merkel am Mittwoch wieder umgefallen. Sarkozy soll sich beim Abschiedsküsschen von Madame heimlich ins Fäustchen gelacht haben.
Wer immer in Schwierigkeiten ist, wird sich künftig die Kohle aus dem EFSF abholen können, noch bevor er als Pleitier in den Medien vorgestellt werden kann! Dafür, dass immer genügend Diridari im Transfer-EFSF gebunkert sein wird, dafür werden zu allererst die deutschen Steuerzahler sorgen.
Und was wurde mit dem Umfaller von Madame gerettet?

Ein kleines bisschen Zeit wurde gerettet. Zeit, in der die Schuldenorgie weitergehen darf, die den deutschen Steuerzahler voraussichtlich mehr als 1 Billion Euro kosten wird. Ein Betrag, der niemals bezahlt werden kann. Er wird fällig werden, sobald die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands endgültig besiegelt ist. Es gibt für Griechenland keinen Weg aus dem Schuldenberg heraus zu kommen – nicht solange dieses Land der EURO-Zone angehört. Der Euro ist für Griechenland zu teuer, um wieder auf die Beine zu kommen.
Geht aber Griechenland pleite, folgen zwangsläufig die anderen südlichen PIGS-Staaten. Dann sind auch Frankreich und Belgien nicht mehr zu halten. Am Ende stehen die Deutschen allein als Retter für den EFSF-Rettungsschirm da. 1,7 Billionen Euro werden für den dt. Steuerzahler dann fällig - zusätzlich zu den bisher schon 2 Billionen Staatsschulden, die wir ohnehin bereits haben.

"Bald wird der Brand erneut aufflammen und dann wird klar werden, welches schlechte Beispiel der Gipfel gesetzt hat", sagt der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler zu den Beschlüssen des Euro-Sondertreffens in Brüssel.

Deutsche Republik im freien Fall
Der Berliner Finanzwissenschaftler Markus C. Kerber fällt ein vernichtendes Urteil über die jüngsten Beschlüsse zur Griechenland-Rettung.
(kurze Zitate aus seinem Gastbeitrag im Handelsblatt)
Ignorantes Jugend-forscht-Kabinett der Kanzlerin…. Wie konnte es zu diesem ideologischen Seitenwechsel kommen, mit dem Deutschland ganz und gar ins konzeptionelle Schlepptau der Pariser Machthaber geraten ist?.... Dagegen hilft nur der Ruf nach einer Verfassungsrevision und die grenzüberschreitende Mobilisierung der Bürgergesellschaft.

Merkel – die Retterin, die Verräterin, so schreibt das Handelsblatt am Tag nach dem Rettungsgipfel. Was bloß hat die Frau da gerettet?
"Was wir für den Euro aufwenden, bekommen wir um ein Vielfaches zurück" - so schwärmt die Kanzlerin für ihren Einsatz auf der "Rettungs-Sitzung". Solange man Schulden mit neuen Schulden bekämpft, werden wir alles um ein Vielfaches zurück bekommen! (Siehe NACHTRAG unten).

Weiß eigentlich diese Dauer-Rettungsschirm-Befürworterin, welche Risiken für Deutschland mit diesem Konstrukt übernommen werden?
Was die Kanzlerin so lobt, ist nicht mehr als ein zusammengeschustertes "Rettungspaket", das mit perverser Logik eine noch größere öffentliche Verschuldung erfordert. Bald wird die finstere Wahrheit ans Licht kommen, dass die Politiker keine wirkliche Lösung wissen. Die globale Wirtschaftskrise, die nach dem Zusammenbruch von 2008 durch gigantische monetäre Stimulanzien eine kurzfristige Scheinerholung erlebt hat, läuft deshalb jetzt in ihre zweite, gefährlichere Phase. Die Staatsverschuldung erreicht ein unhaltbares Niveau mit Aussicht auf lähmende Insolvenz. Vermutlich wird gerade die Zukunft einer ganzen Generation zerstört.

Diese Kritik kommt leider 24 Stunden zu spät: Der Präsident der Bundesbank, Jens Weidmann (bis vor kurzem noch engster Berater der Kanzlerin) kritisiert die neuen Rettungsbeschlüsse heftig, aber verspätet (schade, Herr Weidmann hätte Deutschland vielleicht einen großen Dienst erweisen können, hätte er früher lauthals gewarnt): "Indem umfangreiche zusätzliche Risiken auf die Hilfe leistenden Länder und deren Steuerzahler verlagert werden, hat der Euro-Raum aber einen großen Schritt hin zu einer Vergemeinschaftung von Risiken im Falle unsolider Staatsfinanzen und gesamtwirtschaftlicher Fehlentwicklungen gemacht" (Wirtschaftsblatt)

Das Kind liegt bereits im Brunnen. Deutschland wurde zur AOK für die Euro-Länder gemacht. Wenn die Steuerzahler erst begreifen, wofür ihre Sparvermögen auf den europäischen Marktplatz geworfen werden, werden sie sehr schnell die Systemfrage stellen (hoffentlich noch auf demokratische Weise!).
Schneller als unsere heutigen Ratlos-Politiker denken, werden der EURO und die EU dann in Frage gestellt.
Warum nicht heute schon?

Leider sind die Wähler noch viel zu sehr mit ihrem Wohlstand beschäftigt, und die Presse lenkt sie auf vergnügliche Weise von den eigentlichen Problemen ab. Liebe Bürginnen und Bürger: Mit mehr als 100.000 Euro ist jeder steuerzahlende Haushalt Deutschlands an den Rettungsbürgschaften in der Pflicht. Murksel sagt, Deutschland geht gestärkt aus der Krise hervor. Die wenigsten glauben ihr. Nach einer Umfrage der GfK sorgen sich mehr als 80 % der Deutschen um den EURO. Bürgschaften ohne Vertrauen der Bürgen sind wertlos!
Wann sagen die Journalisten den Deutschen endlich, dass deren Wohlstand  längst verschenkt ist?

Jim Sinclair zur Situation: "Wir befinden uns nun am Ende des Weges. Das Ergebnis fehlender Finanzdisziplin in allen westlichen Ländern spielt sich nun vor unser aller Augen ab. Der Schaden ist bereits angerichtet. Die Schulden der gesamten westlichen Welt sind bereits außer Kontrolle geraten.“
John Butler (leider nur in englisch) schreibt: "In Brüssel knallen nach dem Rettungswochenende die Champagnerkorken, wer in Deutschland lebt, sollte heulen!"

Wir befinden uns nun am Ende des Weges. Das Ergebnis fehlender Finanzdisziplin in allen westlichen Ländern spielt sich nun vor unser aller Augen ab. Der Schaden ist bereits angerichtet. Die Schulden der gesamten westlichen Welt sind bereits außer Kontrolle geraten.“


Lesen Sie mehr über Propagandamärchen: US-Schuldenobergrenze hat mit Zahlungsfähigkeit der Vereinigten Staaten überhaupt nichts zu tun von www.propagandafront.de

Die einfache Rechnung für Deutschland lautet:
Die offiziellen Staatsschulden Deutschlands betragen heute bereits 1,966 Billionen Euro.
Auf wie viel Haushalte verteilt sich dieser Betrag?
Ziehen wir von 82 Millionen Einwohnern Kleinkinder, Rentner, Sozialhilfe-, Hartz-4-Empfänger ab, bleiben etwa 20 Millionen Haushalte, die für den Schuldenberg aufkommen müssen. Der neue Rettungsfond EFSF umfasst insgesamt 1,744 Billionen Euro. Daran sollen sich alle EURO-Staaten entsprechend ihrem Gewicht beteiligen. Die Pleite-Staaten können wir gleich abziehen. Fallen auch noch Italien,  Frankreich und Belgien aus – womit im Crash zu rechnen ist – dann kommen auf die 20 Millionen deutschen Haushalte noch einmal jeweils fast 100.000 Euro Schuldenlast hinzu. Insgesamt also rund 200.000 Euro Schulden/Steuerzahler-Haushalt.
Dafür müssen Zinsen geleistet werden. Bei nur leicht steigenden Zinsen von ca. 4,5 Prozent wachsen diese Schulden jährlich um 9.000 Euro.
Wohlgemerkt, in dieser Rechnung sind nicht die staatlichen Verbindlichkeiten für Renten, Pensionen und Sozialkosten der kommenden Jahre enthalten. Werden diese nicht restlos gestrichen, erhöht sich der gesamte Schuldenberg jährlich um mehr als 50 % des Bundeshaushalts.
Merkel verkündet vor ihrem Urlaub: "Den Deutschen geht es so gut wie nie!" Na, dann weiter fröhliches Schuldenleben!
Sie fühlen sich sicher, weil Ihr Sparguthaben auf der Bank fest angelegt ist?
Seien Sie auf der Hut. Jim Rogers warnt: "Die Welt braucht keine Banker, die Welt braucht gute Bauern".
Oder Fertigkeiten, die rechtzeitig geübt werden.

Zuletzt geändert am: Dienstag, den 02. August 2011 um 13:31 Uhr

12 Kommentare

  • Kommentar Link Johannes Döh Sonntag, den 24. Juli 2011 um 18:29 Uhr Gepostet von Johannes Döh

    "The American Way of Life" ist meines Erachtens die Ursache des Übels. Schon seit Jahrzehnten ist es jenseits des großen Teichs üblich, dass quasi jeder sich materiellen Luxus mit dem Geld erkaufen konnte, welches man noch gar nicht in Händen hatte. Bevor der Gehaltscheck überwiesen ist, ist es gängige Praxis, sich von diesem fiktiven Geld alles Mögliche anzuschaffen. Handel und Banken machen's möglich. Die einen bieten Möglichkeiten wie Mietkauf, Finanzkauf, Leasing usw. und die anderen stellen dafür das Geld zur Verfügung. Was dabei unerwähnt bleibt, ist oft der Umstand, dass die Kreditinstitute selbst auch wiederum fikitves Geld als Kredit dem willigen Konsumenten zur Verfügung stellen. Diese fiktive Geldkette kann sich durchaus über viele Instanzen hinausziehen, so dass am Ende gar nicht mehr erkennbar ist, ab welches Stelle überhaupt reales Geld ins Spiel gelangt. Fatal ist natürlich, wenn die Kette an einer beliebigen Stelle reißt...

    Die Ursachen sind hinlänglich bekannt, auch die Verursacher können größtenteils benannt werden, dennoch läßt man sie gewähren. Unsere Politik hat global versagt, die Zeche bezahlt der blöde Steuerzahler. Wenn ihr nicht endlich euer Wahlverhalten ändert, werdet ihr nicht nur den finanziellen Kollaps erleben!

    Was mir auch in diesem, ansonsten sehr lesenswerten Artikel auch wiederum fehlt, sind adäquate Lösungsansätze. Die Erkenntnis über das Versagen von Politik und Finanzwesen nutzt uns leider nichts.

  • Kommentar Link Ewald Böhmer Sonntag, den 24. Juli 2011 um 11:59 Uhr Gepostet von Ewald Böhmer

    Die einzigen "Gewinner" bei den Rettungsaktionen ,sind die Banken,die die ihre verzockten und verpowerten Gelder vom Steuerzahler und von den Staaten wieder reinholen wollen ob die Menschen dabei ihre Existenz Grundlagen verlieren und langfristig enteignet werden ist denen egal.
    Die Verursacher des ganzen bleiben im großen und ganzen Ungeschoren und unbestraft.
    Das betrifft nicht nur den deutschen Staatsbankrott ,sondern den globalen.Es ist das System als ganzes !Man wußte es schon immer, dass so etwas nie gut gehen kann und wider aller Vernunft wurde bis Dato so weiter gemacht.Nun kommt die Quittung und das ist gut so gar sehr gut.Denn es macht den Weg frei für etwas neues besseres.

  • Kommentar Link Georg Sonntag, den 24. Juli 2011 um 08:54 Uhr Gepostet von Georg

    Sehr guter Text. Aber was machen wir? Schreiben, meckern, schreiben und nicht handeln.
    Tun Sie´s , jetzt:

    http://is.gs/emk

  • Kommentar Link R. W. Samstag, den 23. Juli 2011 um 22:35 Uhr Gepostet von R. W.

    http://www.youtube.com/watch?v=xx9kFgnRHOY

    http://angstbude.blogspot.com/2011/07/angstbude-bundestag.html

  • Kommentar Link R. W. Samstag, den 23. Juli 2011 um 22:34 Uhr Gepostet von R. W.

    http://www.youtube.com/watch?v=xx9kFgnRHOY

    http://angstbude.blogspot.com/2011/07/angstbude-bundestag.html

  • Kommentar Link Bernd1964 Samstag, den 23. Juli 2011 um 22:23 Uhr Gepostet von Bernd1964

    Die vorwurfsvolle Frage 'Wann sagen die Journalisten den Deutschen endlich, dass deren Wohlstand längst verschenkt ist?' ist deshalb nicht gerechtfertigt, weil unser Wohlstand nicht verschenkt wurde, sondern aufgrund der Auswirkungen von global peak oil verloren geht.

    Ich glaube die Banker und Politiker hinter dem Bailout der EU-Zone wissen genau, daß das Fiatgeld-System das seit dem zweiten WK existiert, schon längst unrettbar verloren ist, weil mit dem Erreichen des globalen Erdölfördermaximums im Jahre 2006 fest steht, daß es in der Zukunft kein exponentielles ökonomisches Wachstum mehr geben kann. Zwischen dem global erreichbaren Wirtschaftswachstum und der seit Jahrzehnten gewohnten Zunahme der globalen Erdöl-Förderleistung, gibt es nämlich eine sehr klare positive Korrelation.

    Wir sind daher meines Erachtens Zeuge eines absichtsvollen gegenseitigen Nivellierens von virtuellen Staatsbonitäten, die bereits in naher Zukunft ohnehin nicht mehr zu erhalten sein werden, da irgenwann zwischen 2013 und 2015 depletionsbedingt die globale Netto-Energieproduktion steil abzufallen beginnt.

    Es macht daher keinen Sinn den Zustand der Staatsfinanzen nationalstaatlich konservieren zu wollen: das System der Wohlstandsschöpfung ist physikalisch am Ende. Wir müssen deshalb bereit sein die alte Welt hinter uns zu lassen. Vor uns liegt aufgrund der globalen physikalischen Depletion der fossilen Energieträger der veritable Kollaps der bekannten industriellen Fiatgeld-Ökonomie und der Übergang in ein postindustrielles ökonomisches Paradigma.

    Wir werden unseren gewohnten Lebensstandard nicht mehr halten können im post peak oil Zeitalter, das bereits in der Mitte des letzten Jahrzehnts (2006) begonnen hat. Wir haben bisher den gutartig verlaufenden Teil der globalen Depletionsphase mit ca. 2 bis 3 Prozent weniger Erdöl pro Jahr erlebt, doch innerhalb weniger Monate wird nun die intensive Phase der globalen Depletion beginnen, in der dieser Abfall zwischen 6 und 9 Prozent pro Jahr (!) betragen wird. In einer Ökonomie in der fossile Energie als primärer Träger der Wirtschaftskraft in diesem Umfang aus dem System verschwindet, ist das bekannte wachstumsorientierte Fiatgeldsystem nicht länger möglich.

  • Kommentar Link rummola Samstag, den 23. Juli 2011 um 17:53 Uhr Gepostet von rummola

    Den Euro verteidigen, koste es was es wolle

    http://www.biallo.at/artikel/Kredit/angriff-auf-die-eu-den-euro-verteidigen-koste-es-was-es-wolle.php

  • Kommentar Link sabastian M. Samstag, den 23. Juli 2011 um 17:49 Uhr Gepostet von sabastian M.

    Staatsbankrott

    Wie funktioniert das?

    http://www.biallo.at/artikel/Kredit/staatsbankrott-wie-funktioniert-das.php

  • Kommentar Link King Balance Samstag, den 23. Juli 2011 um 17:17 Uhr Gepostet von King Balance

    "DIE MODERNE WELT IST SO KAPUTT, DASS MAN KEINE ANGST ZU HABEN BRAUCHT, DASS SIE NICHT UNTERGEHT". (Nicola Gomez Davila)

    Nichts wird gut, gar nichts, die Banken werden entlastet! (Dirk Müller)

  • Kommentar Link steingeld.com Samstag, den 23. Juli 2011 um 17:02 Uhr Gepostet von steingeld.com

    Friedman, Milton, immerhin Nobelpreisträger, sagt: Der einzige Weg, um das Verhalten der Politiker zu ändern, ist, ihnen das Geld wegzunehmen.

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

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