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einfach easy einfach leben „Sie werden den Crash nicht passieren lassen“
Montag, den 31. Oktober 2011 um 14:53 Uhr

„Sie werden den Crash nicht passieren lassen“ TOP

Geschrieben von  Heiner
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(13 Bewertungen)
fairy garden in Ludwigsburg fairy garden in Ludwigsburg Immanuel Giel

„Sie werden immer einen Ausweg finden, denn niemand will den Untergang. Das System bleibt aus sich heraus stabil: Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften – alle haben ein Interesse, eine Katastrophe zu verhindern.“ Diesen Satz höre ich immer wieder.

Wer darauf baut, blendet vollkommen aus, wo die Welt – insbesondere wo EURO-Land - gegenwärtig steht.
1. Sämtliche westlichen Staaten stecken in einer tiefen Schuldenkrise.
2.
Sämtliche Großbanken der westlichen Welt sind total unterkapitalisiert bzw. bereits bankrott.
3. Um den Globus schwappt eine Derivate-Blase von 600 Billionen Dollar (lt. BIZ). Es könnten auch 2 Billiarden Dollar sein (unabhängige Schätzung).
4.
In EURO-Land klafft zwischen den nördlichen Staaten und den südlichen Staaten eine Kluft der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von 30 bis 40 %. Die resultierende Finanzlücke weitet sich von Quartal zu Quartal aus.Angesichts der Kluft zw. Nord- und Südeuropa wäre das Defizit nur durch einen permanten Transfer zwischen den Eurostaaten auszugleichen.
Wer das von den Deutschen fordert, wird politisch nicht überleben.

Angesichts ihres Zustandes kann die Welt nur noch auf einen Geldregen vom Himmel warten. Die EURO-Politiker warten sogar ganz lautstark darauf. Die Welt soll sich gefälligst am Rettungsschirm EFSF beteiligen, d.h. Geld investieren für das die EURO-Länder 20 % als sicher garantieren. Staatliche souvereign founds aus China und anderswo mögen bitteschön mit 80 % ins Risiko gehen.

Das eigene Geld reicht nicht für die Rettung des Euro aus. Herr Regling reist mit der Sammelbüchse um die Welt. Aber andere Regierungen werden nicht so blöd sein und einspringen. Der EFSF bleibt eine Luftnummer. Wir werden es in wenigen Tagen an der Reaktion der Märkte spüren.
Und noch mehr werden wir spüren!
Der Sympathie-Wert für Deutschland sackt in den südlichen EURO-Staaten in den Keller. Die aufgezwungenen Sparaktionen vergrößern von Monat für Monat das Heer der Armen. Deutschland bürgt mit seinen Rettungsmilliarden für die Investments der Gläubigerbanken und verlangt als Gegenleistung von den Regierungen und der Bevölkerung eiserne Sparanstrengungen. Ein Treibsatz aus Dynamit wird durch das Festhalten am EURO Europa zerreißen.

Inzwischen werden in Griechenland bereits deutsche Fahnen angezündet, prangt Angela Merkel im Waffenrock der Nazis auf einer griechischen Zeitung, skandieren Demonstranten auf dem Syntagma-Platz lautstark „Verräter“.
Mit dem Schuldenschnitt von 50 % soll Griechenland in 9 Jahren seine Schulden auf 120 % des BIP herunterfahren. Selbst wenn das durch ein Sterntaler-Wunder gelingen sollte, wäre Griechenland immer noch nicht gerettet, sondern benötigte immer noch Rettungsmilliarden.
Die Ökonomen Rogoff & Reinhart haben wissenschaftlich bewiesen, dass Staatsschulden über 80-90% des BIP kein Wachstum mehr ermöglichen und zum Staatsbankrott führen. Aus dem Teufelskreis der Schulden- und Liquiditätsfälle kommt ein Staat nur durch Bankrotterklärung und Währungsreform wieder raus.

Spanien hat 21,5 % Arbeitslosigkeit. Die Staatsverschuldung liegt ebenfalls über 100 %.

Italien hat die höchste Verschuldung aller EURO-Staaten überhaupt.

Irland, Belgien und Portugal stehen ebenfalls vor der Staatspleite. „Portugals öffentliche und private Verschuldung wird bis nächstes Jahr 360% des BSP erreichen, das ist wesentlich höher als in Griechenland.“ (AEP im Telegraph)

Als Folge solcher Pleiten würde Frankreich den gleichen Weg gehen, seine Banken halten die größten Anleihepositionen der Südländer.

„Sie werden den Crash nicht passieren lassen!“– Ein frommer Wunsch all jener, die nicht bereit sind, sich auf das demnächst bevorstehende Unwetter vorzubereiten.

George Soros gibt dem EFSF nur 3 Monate. Doch Märkte haben noch nie bis zum letzten Atemzug eines Systems gewartet.

Joseph Stiglitz (Nobelpreisträger für Ökonomie) erklärte auf einer Konferenz in Toronto, der EURO könne sich jederzeit auflösen, da es unwahrscheinlich sei, dass die Staaten der Eurozone ihre regionale Staatsschuldenkrise wirklich lösen und in den Griff bekommen können. Stiglitz hält es für möglich, dass sich eine europaweite Krise wie ein Lauffeuer über die ganze Welt ausbreiten könne; die beschlossenen Sparmaßnahmen seien für die größten Wirtschaftsnationen der Welt ein selbstmörderischer Pakt. Auch für Deutschland am Ende!

Die Schuldenschirmpolitik zerstört den Euro, spaltet Europa und vernichtet das Sparvermögen aller. Frank Schäffler, FDP

Was wird passieren, wenn die Millionen, Milliarden Menschen, die augenblicklich noch an das Sterntaler-Märchen glauben, plötzlich erkennen, dass das Mädchen mit den Kleidchen voll goldener Taler nur eine Traumvorstellung war?
Die weltweite Panik wird unvorstellbar sein.

„Sie werden den Crash nicht passieren lassen (?)“ – Wer an Sterntaler glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann!

Zuletzt geändert am: Dienstag, den 01. November 2011 um 13:51 Uhr

3 Kommentare

  • Kommentar Link Marcus Weber Dienstag, den 01. November 2011 um 09:30 Uhr Gepostet von Marcus Weber

    Dem PeterOberschwaben ist kaum etwas hinzuzufügen. Aber ich bin davon überzeugt das der Versuch das System über Inflation zu entlasten schon läuft und sich immer weiter durchsetzen wird. Und Hyperinflationär gehen Währungen zugrunde. Ob es dazu eines Crashes oder einer Vielzahl kleinerer Ereignisse bedarf wage ich nicht zu beurteilen.
    Aber sicher ist doch, dass die Eliten tatsächlich alles Versuchen werden die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Das kann und wird auch durch Repressionen erfolgen. Und ich bin mir recht sicher, solange die Inflation nicht hyperinflationär endet, kommt es zu keinem Crash.

  • Kommentar Link sosonaja Montag, den 31. Oktober 2011 um 22:45 Uhr Gepostet von sosonaja

    "Sie werden den Crash nicht passieren lassen" ... Ich bitte Sie, was wollen die denn machen???
    Das klingt so glaubwürdig, wie "ich habe beschlossen, nicht zu sterben".
    HEINER sagt dazu: Bitte genau lesen.

  • Kommentar Link PeterOberschwaben Montag, den 31. Oktober 2011 um 18:15 Uhr Gepostet von PeterOberschwaben

    Ich stimme mit überein, dass der Crash sich nicht mehr vermeiden läßt. Die Fakten sind tatsächlich zu eindeutig.Im besten Fall kann durch HyperInflation die Luft vielleicht etwas regulierter herausgelassen werden, damit alles kontrollierter ablaufen kann (in Bezug auf Chaos, Unruhen usw.). Aus diesem Grund wird mit aller Macht versucht , die Inflation anzuheizen um diesen Ausgang/diese Entlastung des ansonsten platzenden Ballons herbeizuführen.

    Angesichts der globalen Verschuldung und Vernetzung und der nicht kontrollierbaren komplexen Zusammenhänge ist es jedoch fast unmöglich, den Ballon statt durch Platzen durch kontrolliertes Luftablassen zu leeren. Ein solch koordiniertes und intelligentes Vorgehen traue ich unserer "Elite" einfach nicht zu, da ihnen dazu die nötige Klasse fehlt.

    In jedem Fall ist die Welt in spätestens einigen Jahren nicht mehr vergleichbar mit heute, egal ob es zum Crash kommt oder eine mehrjährige Hyperinflation das System auf Null stellt. Trotzdem wünsche ich mir aufgrund des wahrscheinlich kontrollierteren Ablaufs dass die Hyperinflation zum Zuge kommt. Nachteilig ist hier allerdings, dass die Mächtigen im Schatten dann auch weiterhin die Strippen ziehen werden, während bei einem unkontrollierten Crash kein Stein auf dem anderen bleiben dürfte. Für die Jungen Menschen mit Zukunft wäre deshalb längerfristig vileleicht sogar der Crash die bessere Lösung.

    Warten wir es einfach ab und geniessen bis dahin das Leben. Mehr können wir wahrscheilich sowieso nicht mehr tun.

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