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Sonntag, den 12. Februar 2012 um 17:36 Uhr

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Geschrieben von  Heiner
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Strommasten 110kV, 220kV und 380 kV Strommasten 110kV, 220kV und 380 kV M. Dufek/Wkipedia commons

Update!!!
...denn sie wissen nicht, was sie tun - nicht nur bei den Rettungskapriolen um die Finanzkrise. Ein denkbarer Black-Out bei der Stromversorgung macht eine Atomkatastrophe immer wahrscheinlicher.

Der Energiewende sei Dank!Ich möchte unterstellen, dass nicht einmal alle Politiker wissen, was sich hinter dem Begriff „Energiewende“ wirklich verbirgt. Die meisten sind froh, dass endlich die "Erneuerbaren", vor allem Wind- und Sonnenenergie, in Deutschland immer weiter ausgebaut werden.
Zu welchem Preis an Unsicherheit und Gefahren das geschieht, wird einfach verdrängt. Politiker meinen ja immer, die Realitäten von Mathematik und Physik aufheben zu können.
Beispiel:
Zwischen dem 24.01 und dem 25.01.2012 wurden in einem Zeitraum von rund 12 Stunden von theoretisch möglichen 600 GWh (theoretische Basisleistung alle in Deutschland installierten Photovoltaik- und Windkraftanlagen) tatsächlich weniger als 6 GWh eingespeist. (Mehr haben Sonne und Wind nicht hergegeben!)

Das Ausbalancieren des Netzes durch die unstete Einspeisung der Erneuerbaren wird immer schwieriger und komplexer!
Um einen Kollaps der Stromversorgung zu vermeiden, müssen konventionelle (auch überalterte) Kraftwerke (Gas und Kohle) herhalten. Da solche Kraftwerke nicht in kurzen Fristen einfach mal hochgefahren werden können, müssen sie ständig in Betrieb gehalten werden.

Die Hauptgefahr bei einem Black-Out besteht allerdings für aktive AKW. Ein Kollaps im Stromnetz kann automatisch zur sofortigen Notabschaltung der Reaktoren führen. Dann bleibt uns nur zu beten, dass alle Notstrom-Diesel für die Kühlaggregate auch anspringen.

Lt. WeltOnline berechnen Experten täglich das Risiko eines Kollapses. Mehrmals standen ganze Regionen Deutschlands in dieser Frostperiode bereits kurz vor einem Black-Out. Um schlimmeres zu verhindern, muss im Ausland immer mal teuer zugekauft werden – die Preise für Zukäufe in Notphasen liegen bis zum 50-fachen über den Normpreisen.

Tatsache ist, dass die Sicherheit des Gesamtsystems durch die Stilllegung der AKW bei unsteter niemals sicher vorhersagbaren Leistung der Erneuerbaren Energien Wind/Solar um Größenordnungen herabgesetzt wurde. Dies ist kein Plädoyer für die Erhaltung der AKW, es ist die Feststellung, dass deren Stilllegung ohne ausreichende (dauerhaft sichere!!!) Ersatzkapazitäten nicht zu verantworten ist.

Zudem hat sich Deutschland durch die voreilige Stilllegung in vielfältiger Weise von Energielieferungen des Auslands abhängig (u.U. sogar erpressbar) gemacht. Engpässe in der Versorgung mit russischem Erdgas führten in diesem Winter bereits zu einer hochgradigen Black-Out-Gefahr in der deutschen Stromversorgung (die Beamten im Wirtschaftsministerium schweigen darüber wie ein Grab).

Für die Bevölkerung ist mit der Stilllegung die Gefahr einer atomaren Katastrophe nicht etwa gesunken, sondern erheblich gestiegen. Sicher dabei ist nur eins: Bei einem AKW-Unglück wird die Politik niemals die Schuld bei sich suchen, sondern behaupten: Wir hätten einfach sämtliche AKW stilllegen sollen!
Dann allerdings wäre das ganze riesige europäische Netz instabil geworden, und das Risiko einer nuklearen Katastrophe hätte sich europaweit drastisch erhöht.
Ein ehemals Verantwortlicher für die Netzsicherheit sagt knallhart: Dass der gesetzlich vorgegebene Einspeisezwang (Solar/Wind) eine aberwitzige, die physikalische Wirklichkeit ignorierende  Verhaltensweise erzwingt, kümmert weiterhin nicht. Betrachtungen der Wahrscheinlichkeit sind so weit ab vom normalen Verständnis und von den Fähigkeiten der Bevölkerung (und der Politiker), dass es einem weh tut.
An dieser "Unfähigkeit" tragen auch unsere Hochschulen erhebliche Verantwortung. Wo gibt es fachübergreifend einen Austausch zwischen Informatik, Mathematik, Physik und Kommunikationswissenschaft? An das Ende der 60er Jahre Aufsehen erregende Buch von Professor Karl Steinbuch "Falsch Programmiert" erinnert sich kaum noch jemand - und es wäre so dringend notwendig!

Falsch programmiert sind in erweiterter Sicht leider auch unsere Entscheider auf der politischen Bühne.
Sonst könnte nicht so vieles zum Desaster werden was sie anpacken - von der "Energiewende" bis zur Rettung einer Währung, deren Einführung die größte Fehlleistung seit dem Ende des II. Weltkrieg gewesen ist.
Sie bringen uns gesundheitlich in unabsehbare Gefahren, sie gefährden über Verschuldungs-Orgien sogar unsere Existenz!

Nach Max Weber zeichnen einen Politiker Verantwortungsethik und Gesinnungsethik aus. Seine drei wichtigsten Qualitäten sollen sein:
1.    sachliche Leidenschaft
2.    Verantwortungsgefühl
3.    ein distanziertes Augenmaß


Messen wir unsere Eliten an diesen Maßstäben!

Zuletzt geändert am: Dienstag, den 14. Februar 2012 um 13:49 Uhr

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