Die Geschichte Saarbrückens

Auch wenn es der Stadtname vermuten lässt, handelt es sich nicht einfach um eine Stadtbenennung nach der örtlichen Brücke. Als die Stadt erstmals erwähnt wurde, gab es eine solche Brücke dort nämlich noch nicht, sie wurde erst etwa 500 Jahre danach errichtet. Der Stadtname leitet sich nach heutigem Wissensstand aus dem keltischen Wort Sarabriga ab. Sara steht dabei für den Fluss und briga für den Stein auf dem die erste Burg gebaut wurde. Saarbrücken kann im ursprünglichen Sinne demnach mit „Flussfels“ übersetzt werden.

Bereits in der vorrömischen Zeit gab es eine erste Siedlung in Alt-Saarbrücken und eine keltische Höhenburg auf dem Sonnenberg. Es gab auch zu jener Zeit schon die Möglichkeit, die Saar über eine Brücke zu überqueren. Diese Brücke wurde sogar bis ins späte Mittelalter genutzt. Zum Schutz vor Germanenüberfällen baute man ein Kastell mit Rundtürmen, welches allerdings vor seiner Fertigstellung den Hunnen zum Opfer fiel.

Nach 1171 entstand eine Siedlung rund um eine neue Burganlage, dies war Alt-Saarbrücken. 1227 wurde die Kapelle St. Elisabeth als Krankenstation errichtet und ist heute noch das älteste mittelalterliche Gebäude der Stadt. Etwa seit dieser Zeit gibt es auch die Verbindung per Fähre von einer Saarseite zur anderen. 1322 wurde Saarbrücken nun auch das Stadtrecht zugesprochen.

Schwere Schäden erlitt die Stadt durch den Dreißigjährigen Krieg und die Pest. So kam es, dass es um 1637 nur noch 70 Einwohner gab. Nach der Verstaatlichung von Steinkohlegruben und dem Bau von Eisenschmelzen um 1700 gab es einen wirtschaftlichen Aufschwung in dem unter anderem das Residenzschloss Saarbrücken entstand.

Am 1. April 1909 wurden die drei Städte Alt-Saarbrücken, St. Johann und Malstatt-Burbach zur kreisfreien Stadt Saarbrücken.

Eine wichtige Funktion kam der Stadt im ersten Weltkrieg bei, denn sie lag strategisch günstig für die Versorgung der Frontarmee. Nach dem Einmarsch französischer Truppen und dem Friedensvertrag von Versailles wurde Saarbrücken unter Völkerbundsverwaltung gestellt. Die Stadt wurde zur Hauptstadt des gesamten Saargebietes und entwickelte sich schnell zum kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Mittelpunkt.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt großflächig auf beiden Seiten der Saar durch Bombenangriffe zerstört und am 29. Juli 1945 der französischen Militärregierung unterstellt. Diese engagierte mit Georges-Henri Pingusson einen bekannter Stadtplaner, der maßgebend am heutigen Stadtbild beteiligt war.

1947 wurde Saarbrücken schließlich autonome Hauptstadt des Saarlandes und 1948 wurde dann auch die Universität gegründet. Das 1000jährige Stadtjubiläum wurde 1999 gefeiert, 1000 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung Saarbrückens.

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